BGH · 8. Zivilsenat
BGH, Urteil v. 06.05.2020 – VIII ZR 44/19
VIII ZR 44/19 · 06.05.2020 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de
Amtlicher Leitsatz
Ob Rückforderungsansprüche eines privaten Krankenversicherers beim Ansatz einer (materiell-rechtlich nicht angefallenen) Umsatzsteuer für die Herstellung und Verabreichung von Zytostatika aufgrund einer ergänzenden Auslegung der geschlossenen Werklieferungsverträge bestehen, kann nicht ohne Klärung der Frage beurteilt werden, ob Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis nach § 14c Abs. 1 Satz 1 UStG gestellt wurden. Dies ist anzunehmen, wenn die Rechnungen die in § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 7 und 8 UStG genannten Angaben enthalten (im Anschluss an Senatsurteile vom 20. Februar 2019 - VIII ZR 7/18, BGHZ 221, 145 Rn. 70, VIII ZR 66/18, juris Rn. 55 ff., 70, VIII ZR 115/18, ZMGR 2019, 169 Rn. 65 und VIII ZR 189/18, juris Rn. 64).
Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.
Zitierte Normen
§ 151 BGB§ 157 BGB§ 315 Abs 3 S 1 BGB§ 316 BGB§ 433 Abs 2 BGB§ 650 BGB vom 28.04.2017§ 651 S 1 BGB vom 26.11.2001§ 812 Abs 1 S 2 Alt 1 BGB§ 4 Nr 14 Buchst b UStG§ 14 Abs 4 S 1 Nr 7 UStG§ 14 Abs 4 S 1 Nr 8 UStG§ 14c Abs 1 S 1 UStG§ 86 Abs 1 VVG§ 194 Abs 2 VVG
Prüfungsschemata dazu
Begriffe, die hier eine Rolle spielen
ErlassfalleObjektiver RechtsbindungswilleFalsa demonstratio non nocetAuslegung nach dem EmpfängerhorizontErgänzende VertragsauslegungRealofferteFalsa demonstratio non nocetEssentialia negotiiEinseitige LeistungsbestimmungKaufvertragSachkaufFiskalverwaltungTrennungsprinzipVerpflichtungsgeschäftErfüllungstheorie (Sachmängelgewährleistung)WerklieferungsvertragWerklieferungsvertragErlangtes Etwas