BGH · 11. Zivilsenat

BGH, Urteil v. 22.07.2025 – XI ZR 107/24

XI ZR 107/24 · 22.07.2025 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de

Amtlicher Leitsatz

1. Zur grob fahrlässigen Verletzung einer Pflicht durch den Zahler im Sinne von § 675v Abs. 3 Nr. 2 Buchst. a BGB. 2. Ist der Schaden durch eine Überweisung eingetreten und hat der Zahlungsdienstleister für das Auslösen dieser Überweisung eine starke Kundenauthentifizierung gemäß § 1 Abs. 24 ZAG verlangt, ist sein Schadensersatzanspruch aus § 675v Abs. 3 BGB gegen den Zahler nicht gemäß § 675v Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 BGB ausgeschlossen, unabhängig davon, ob der Zahlungsdienstleister für die Anmeldung im Online-Banking eine starke Kundenauthentifizierung verlangt hat.

Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.

Zitierte Normen

§ 242 BGB§ 254 Abs 1 BGB§ 276 Abs 2 BGB§ 675f Abs 4 S 1 BGB§ 675j Abs 1 BGB§ 675l Abs 1 S 1 BGB§ 675u S 2 BGB§ 675v Abs 1 BGB§ 675v Abs 3 Nr 2 Buchst a BGB§ 675v Abs 4 S 1 Nr 1 BGB§ 675v Abs 4 S 1 Nr 2 BGBArt 10 Abs 1 EUV 2018/389§ 1 Abs 24 ZAG§ 55 Abs 1 S 1 Nr 1 ZAG

Prüfungsschemata dazu

Treu und Glauben – unzulässige RechtsausübungMitverschulden

Begriffe, die hier eine Rolle spielen

Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte (VSD)Drittschadensliquidation (DSL)SaldotheorieProtestatio facto contraria non valetAufklärungspflicht (bei arglistiger Täuschung durch Unterlassen)VerwirkungVorteilsausgleichungObliegenheitMitverschuldenMitverschuldenSchadensminderungsobliegenheitVertretenmüssenVorsatzFahrlässigkeitGrobe FahrlässigkeitZufallshaftungBeschaffungsrisiko
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