BVerfG · 2. Senat
BVerfG, Beschluss v. 22.07.2021 – 2 BvC 10/21
2 BvC 10/21 · 22.07.2021 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de
Amtlicher Leitsatz
1. Das Bundesverfassungsgericht überprüft im Rahmen der Nichtanerkennungsbeschwerde gemäß Art. 93 Abs. 1 Nr. 4c GG, § 13 Nr. 3a, §§ 96a ff. BVerfGG grundsätzlich nicht die Verfassungsmäßigkeit der Normen, auf die der Bundeswahlausschuss seine Entscheidung über die Nichtzulassung einer Vereinigung als Partei für die Bundestagswahl gestützt hat. 2. Es bleibt der betroffenen Vereinigung unbenommen, die Verfassungswidrigkeit der für ihre Nichtanerkennung relevanten Normen im Wahlprüfungsverfahren geltend zu machen.
Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.
Zitierte Normen
Art 19 Abs 4 GGArt 21 Abs 1 S 1 GGArt 21 Abs 1 S 2 GGArt 41 GGArt 93 Abs 1 Nr 4c GG§ 13 Nr 3a BVerfGG§ 96a BVerfGG§ 96d S 2 BVerfGG§ 18 Abs 4 S 1 Nr 2 BWahlG§ 49 BWahlG§ 2 Abs 2 S 2 PartG§ 23 Abs 2 S 1 PartG§ 23 Abs 2 S 2 PartG§ 23 Abs 2 S 4 PartG§ 29 PartG§ 30 PartG§ 31 PartG
Prüfungsschemata dazu
Begriffe, die hier eine Rolle spielen
EinzelfallgesetzGebot des effektiven RechtsschutzesVorbeugender RechtsschutzJuristische Person (Art. 19 III GG)Wesensmäßige AnwendbarkeitStreitbare (wehrhafte) DemokratieFreiheitlich demokratische Grundordnung (FdGO)Politische ParteiParteienprivilegChancengleichheit der ParteienNeutralitätspflicht (Regierung)Öffentlichkeitsarbeit der RegierungBeteiligtenfähigkeitRechtserheblichkeitAbstrakte NormenkontrolleOrganstreitverfahrenBund-Länder-StreitVerfassungsbeschwerde