BVerfG · 2. Senat

BVerfG, Beschluss v. 12.10.2010 – 2 BvF 1/07

2 BvF 1/07 · 12.10.2010 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de

Amtlicher Leitsatz

Die in § 16b Abs. 1 Satz 2 TierSchG statuierte Pflicht, vor dem Erlass von Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungsvorschriften die Tierschutzkommission anzuhören, trägt zur Erfüllung des Verfassungsauftrages aus Art. 20a GG bei. Eine Verordnung, die unter Verstoß gegen § 16b Abs. 1 Satz 2 TierSchG erlassen wurde, verletzt zugleich Art. 20a GG.

Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.

Zitierte Normen

Art 20a GGArt 93 Abs 1 Nr 2 GG§ 76 BVerfGGArt 9 Abs 3 TierhSchÜbkArt 2 TierhSchÜbkG§ 16b Abs 1 S 2 TierSchG§ 13b TierSchNutztV vom 30.11.2006§ 13b TierSchNutztV vom 01.10.2009§ 33 Abs 3 TierSchNutztV vom 30.11.2006§ 33 Abs 4 TierSchNutztV vom 30.11.2006§ 38 Abs 3 TierSchNutztV vom 01.10.2009§ 38 Abs 4 TierSchNutztV vom 01.10.2009TierSchNutztVÄndV 3TierSchNutztVÄndV 4

Prüfungsschemata dazu

Verfassungsbeschwerde (Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG, § 90 BVerfGG)Organstreitverfahren (Art. 93 Abs. 1 Nr. 1 GG)Abstrakte Normenkontrolle (Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG)

Begriffe, die hier eine Rolle spielen

StaatszielbestimmungIntertemporale FreiheitsrechteTierschutzKlimaschutzEingriffsähnliche VorwirkungBeteiligtenfähigkeitRechtserheblichkeitAbstrakte NormenkontrolleOrganstreitverfahrenBund-Länder-StreitVerfassungsbeschwerdeSchutzzweck der Norm (Staatsorg.)Vorbeugende NormenkontrolleRechtsschutzbedürfnis (Bund-Länder-Streit)
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