Zivilrecht · BGB AT

Anfechtung einer Willenserklärung

§§ 142, 119, 123 BGB

Rückwirkende Vernichtung einer Willenserklärung wegen eines Willensmangels.

Wie prüft man das?

  1. I. Anfechtbare Willenserklärung
  2. II. Anfechtungsgrund
  3. 1. Inhalts-/Erklärungsirrtum · § 119 Abs. 1 BGB
  4. 2. Eigenschaftsirrtum · § 119 Abs. 2 BGB
  5. 3. Falsche Übermittlung · § 120 BGB
  6. 4. Arglistige Täuschung / widerrechtliche Drohung · § 123 BGB
  7. III. Anfechtungserklärung · § 143 BGB
  8. IV. Anfechtungsfrist · §§ 121, 124 BGB§§ 119, 120: unverzüglich; § 123: ein Jahr.
  9. V. Rechtsfolge: Nichtigkeit ex tunc · § 142 Abs. 1 BGBGgf. Vertrauensschaden § 122 (nicht bei § 123).

Welche Fehler passieren hier häufig?

  • Kalkulationsirrtum: grds. unbeachtlicher Motivirrtum (Ausnahme: offener Kalkulationsirrtum nach Rspr.).
  • § 123 Abs. 2: Täuschung durch Dritten – Anfechtung nur bei Kennen/Kennenmüssen des Erklärungsempfängers.

Definitionen zu diesem Schema

ErklärungsbewusstseinArglistDrohungWiderrechtlichkeit der DrohungErklärungswilleGeschäftswilleIrrtumErklärungsirrtum
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