Zivilrecht · Definition
Gefährdungshaftung
Was versteht man unter „Gefährdungshaftung“?
Die Gefährdungshaftung ist eine verschuldensunabhängige Haftung des Verursachers für den erlaubten Betrieb einer Gefahrenquelle. Ihre Ratio liegt in der Kongruenz von Nutzen und Risiko (wer aus einer Gefahrenquelle Nutzen zieht, soll auch für die damit verbundenen Risiken einstehen). Sie ist typischerweise betragsmäßig beschränkt und in Sondergesetzen geregelt (z.B. StVG, ProdHaftG).
Fundstelle: Eigenes Zivilrecht-Skript, Schuldrecht BT (2026)
· juristisch geprüft
Amtliche Fundstellen
Höchstrichterliche Entscheidungen zu den einschlägigen Normen, mit amtlichem Leitsatz. Quelle: Bundesjustizministerium, gemeinfrei nach § 5 Abs. 1 UrhG.
Beim Gespann von Zugfahrzeug und Anhänger haften die jeweiligen Halter im Verhältnis zueinander gemäß § 19 Abs. 4 Satz 5 StVG nicht aus Gefährdung, sondern nach allgemeinem vertraglichen und deliktischen Haftungsrecht. Dies gilt auch dann, wenn sich der Anhänger im Unfallzeitpunkt oder kurz zuvor unbeabsichtigt vom Zugfahrzeug gelöst hat.
Volltext beim Bundesjustizministerium ↗Zur Umsatzsteuer als Schaden der Bundesrepublik Deutschland bei der Beseitigung von Unfallschäden an einer Autobahn beim sogenannten "A-Modell".
Volltext beim Bundesjustizministerium ↗1. Bei der Beschädigung eines Kraftfahrzeugs ist ein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung ausgeschlossen, wenn der Geschädigte (selbst) über ein zweites Fahrzeug (Zweitwagen) verfügt, dessen ersatzweiser Einsatz ihm zumutbar ist. 2. Stellt ein durch den Unfall rechtlich nicht betroffener Dritter dem Geschädigten ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung, schließt dies den Anspruch des Geschädigten …
Volltext beim Bundesjustizministerium ↗