BGH · 12. Zivilsenat

BGH, Beschluss v. 19.02.2025 – XII ZB 377/24

XII ZB 377/24 · 19.02.2025 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de

Amtlicher Leitsatz

1. Der erneute Beginn der Verjährung infolge einer Vollstreckungshandlung gilt nach § 212 Abs. 2 BGB als nicht eingetreten, wenn die Zwangsvollstreckung aus dem zugrundeliegenden Titel nach § 767 ZPO mangels hinreichender Bestimmtheit der Tenorierung rechtskräftig für unzulässig erklärt worden ist (Fortführung von Senatsurteil vom 29. April 1993 - III ZR 115/91, BGHZ 122, 287 = NJW 1993, 1847). 2. Innerhalb von sechs Monaten nach Eintritt der Rechtskraft dieser Entscheidung hat der Gläubiger in analoger Anwendung des § 204 Abs. 2 Satz 1 BGB die Möglichkeit, durch weitere Maßnahmen zur Rechtsverfolgung den Verjährungseintritt zu verhindern (Fortführung von Senatsurteil vom 29. April 1993 - III ZR 115/91, BGHZ 122, 287 = NJW 1993, 1847).

Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.

Zitierte Normen

§ 204 Abs 2 S 1 BGB§ 212 Abs 1 Nr 2 BGB§ 212 Abs 2 BGB§ 767 ZPO

Begriffe, die hier eine Rolle spielen

Hemmung der VerjährungNeubeginn der VerjährungNeubeginn der Verjährung
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