BGH · 1. Zivilsenat

BGH, Urteil v. 18.06.2026 – I ZR 125/25

I ZR 125/25 · 18.06.2026 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de

Amtlicher Leitsatz

1. Kommen die Parteien eines Transportvertrags bei Vertragsschluss überein, dass der Frachtführer für die Verladung des Transportguts ein Fahrzeug mit einem besonderen Lademittel (hier: eine auf ein bestimmtes Gewicht ausgelegte Hebebühne) zu stellen hat, lässt dies im Regelfall den Schluss zu, dass die Parteien sich in Abweichung von § 412 Abs. 1 Satz 1 HGB auf eine Verpflichtung des Frachtführers zur Verladung des Transportguts geeinigt haben (Fortführung von BGH, Urteil vom 6. Dezember 2007 - I ZR 174/04, TranspR 2008, 205 [juris Rn. 16]). 2. Ein Parteivorbringen darf nicht deshalb als unschlüssig angesehen und die Berücksichtigung eines Beweisangebots darf nicht deshalb unterbleiben, weil das betreffende Vorbringen der beweis- und darlegungsbelasteten Partei in sich widersprüchlich ist (st. Rspr.; vgl. u.a. BGH, Beschluss vom 26. März 2026 - I ZB 71/25, juris Rn. 23 mwN).

Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.

Zitierte Normen

§ 412 Abs 1 S 1 HGB§ 412 Abs 1 S 2 HGB§ 425 Abs 1 HGB§ 428 HGB§ 286 Abs 1 S 1 ZPO§ 288 ZPO§ 290 ZPO
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