BGH · 12. Zivilsenat
BGH, Beschluss v. 12.11.2025 – XII ZB 275/24
XII ZB 275/24 · 12.11.2025 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Ergänzungspfleger kann eine Vergütung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz beanspruchen, soweit er aufgrund seiner Bestellung Tätigkeiten zu erbringen hat, für die ein juristischer Laie als Ergänzungspfleger berechtigterweise einen Rechtsanwalt hinzugezogen hätte (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 16. April 2025 - XII ZB 227/24, FamRZ 2025, 1229). 2. Erstreckt sich die Tätigkeit des Ergänzungspflegers auf die Überprüfung eines notariellen Grundstückskaufvertrags, ist der Gegenstandswert des nach anwaltlichem Gebührenrecht zu ermittelnden Honoraranspruchs des Ergänzungspflegers nicht durch den Höchstbetrag, den § 46 Abs. 3 FamGKG auf 1 Million Euro festlegt, begrenzt.
Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.
Zitierte Normen
§ 1835 Abs 1 BGB vom 04.05.2021§ 1835 Abs 2 BGB vom 04.05.2021§ 1835 Abs 3 BGB vom 04.05.2021§ 1836 Abs 1 S 2 BGB vom 04.05.2021§ 1915 Abs 1 S 1 BGB vom 17.12.2008§ 23 Abs 1 S 1 RVG§ 23 Abs 3 S 1 RVG§ 46 Abs 3 FamGKGNr 1008 RVG-VVNr 2300 RVG-VV§ 47 GNotKG