Zivilrecht · §§ 873, 925 BGB

Erwerb von Grundstückseigentum

Du arbeitest einen echten Fall durch, Schritt für Schritt: erst selbst, dann die Auflösung. 4 Aufgaben, am Ende eine eigene Klausur mit Punktzahl.

4 Aufgaben an einem Fall

Vildana (V) ist Eigentümerin eines Hausgrundstücks. Kolya (K) ist schon lange bereit, es ihr zum Preis von 300.000 € abzukaufen. Nachdem Verkaufsinserate zu einem höheren Preis ohne Resonanz bleiben, wird am 1.2.2024 ein entsprechender notariell beurkundeter Kaufvertrag zwischen V und K geschlossen. Zugleich erklären beide Parteien vor dem Notar die Auflassung, die ebenfalls notariell beurkundet wird. Am 10.2.2024 stellt V beim Grundbuchamt einen vollständigen und formgerechten Antrag auf Eintragung des K als neuen Eigentümer. Am 11.2.2024 meldet sich Dunya (D) bei V und zeigt Interesse, das Grundstück zum Preis von 400.000 € zu erwerben. V verschweigt D, dass sie bereits an K verkauft hat, und schließt am 15.2.2024 einen notariell beurkundeten Kaufvertrag zu dem höheren Preis mit D, wobei erneut zugleich die Auflassung erklärt und notariell beurkundet wird. Am 16.2.2024 nimmt V den zuvor beim Grundbuchamt gestellten Antrag auf Eintragung des K zurück und beantragt – erneut vollständig und formgerecht – die Eintragung der D als neue Eigentümerin. Das Grundbuchamt trägt D am 20.2.2024 antragsgemäß ein.

Im Keller des Hausgrundstückes befinden sich zahlreiche Gartengeräte, die V seit Jahren zur Pflege des häuslichen Gartens verwendete und die ihr zum Teil selbst gehörten, ihr jedoch zum Teil von ihrer Tochter Lilja (L) leihweise überlassen wurden. Noch bevor V am 22.2.2024 der D den Besitz am Grundstück überlässt, nimmt L am 21.2.2024 anlässlich des geplanten Besitzwechsels am Grundstück die von ihr zuvor an V überlassenen Geräte an sich.

  1. Tipp die Prüfungsschritte in der Reihenfolge an, in der du sie im Gutachten prüfst.

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