BGH · 12. Zivilsenat
BGH, Beschluss v. 03.07.2024 – XII ZB 506/22
XII ZB 506/22 · 03.07.2024 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Anrecht, das nicht in die Ausgangsentscheidung über den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einbezogen war, bleibt im Rahmen eines Abänderungsverfahrens nach § 51 VersAusglG grundsätzlich auch dann außer Betracht, wenn es zum Zeitpunkt der Ausgangsentscheidung noch nicht existent war und erst später durch eine Rechtsänderung entstanden ist (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 1. März 2023 - XII ZB 444/22, FamRZ 2023, 764). 2. Ein erst nach der Ausgangsentscheidung über den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich entstandenes Anrecht stellt regelmäßig ein noch nicht ausgeglichenes Anrecht im Sinne des § 20 Abs. 1 VersAusglG dar und steht daher einem Wertausgleich nach der Scheidung gemäß §§ 20 ff. VersAusglG offen.
Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.
Zitierte Normen
§ 20 Abs 1 VersAusglG§§ 20ff VersAusglG§ 51 Abs 1 VersAusglG§ 51 Abs 2 VersAusglG§ 225 Abs 2 FamFG§ 225 Abs 3 FamFG§ 56 Abs 4 Nr 3 SGB 6