BGH · 2. Zivilsenat
BGH, EuGH-Vorlage v. 22.10.2024 – II ZR 193/22
II ZR 193/22 · 22.10.2024 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de
Amtlicher Leitsatz
1. Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird gemäß Art. 267 Abs. 1 Buchst. b, Abs. 3 AEUV zur Auslegung der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Harmonisierung der Transparenzanforderungen in Bezug auf Informationen über Emittenten, deren Wertpapiere zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind (Abl. L 390/98) folgende Frage vorgelegt: Ist Art. 3 Abs. 1a Unterabsatz 4 Ziffer iii der Richtlinie 2004/109/EG dahin auszulegen, dass er § 34 Abs. 2 Satz 1 Fall 2 WpHG entgegensteht, wonach für eine Stimmrechtszurechnung keine Vereinbarung zwischen dem Meldepflichtigen und dem Dritten hinsichtlich der Stimmrechtsausübung erforderlich ist, sondern vielmehr ein in sonstiger Weise abgestimmtes Verhalten aufgrund faktischer Gegebenheiten ausreicht? 2. Der Rechtsverlust nach § 44 Abs. 1 Satz 1 WpHG endet nicht automatisch im Fall des korrigierenden Über- oder Unterschreitens der Schwelle, sondern nur durch Erfüllung jedenfalls der letzten Mitteilungspflicht.
Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.
Zitierte Normen
Art 267 Abs 1 Buchst b AEUVArt 267 Abs 3 AEUV§ 20 Abs 8 AktG§ 245 Nr 1 AktGArt 3 Abs 1a S 4 Nr iii EGRL 109/2004§ 33 Abs 1 WpHG§ 33 Abs 2 WpHG§ 33 Abs 4 WpHG§ 34 Abs 2 S 1 Alt 1 WpHG§ 34 Abs 2 S 1 Alt 2 WpHG§ 44 Abs 1 S 1 WpHG§ 44 Abs 1 S 2 WpHG§ 30 Abs 2 WpÜG