BGH · 1. Zivilsenat
BGH, Urteil v. 09.09.2021 – I ZR 125/20
I ZR 125/20 · 09.09.2021 · Quelle: rechtsprechung-im-internet.de
Amtlicher Leitsatz
Influencer II 1. Die Vorschriften des § 6 Abs. 1 Nr. 1 TMG für kommerzielle Kommunikation in Telemedien sowie des § 58 Abs. 1 Satz 1 RStV und des § 22 Abs. 1 Satz 1 MStV für Werbung in Telemedien sind bereichsspezifische Marktverhaltensregelungen für Telemedien. Die in diesen Spezialvorschriften zum Ausdruck kommenden medienrechtlichen Wertungen dürfen nicht durch die Anwendung der allgemeinen lauterkeitsrechtlichen Vorschrift des § 5a Abs. 6 UWG unterlaufen werden (Fortführung von BGH, Urteil vom 24. März 2016 - I ZR 7/15, GRUR 2016, 1068 Rn. 20 = WRP 2016, 1219 - Textilkennzeichnung). 2. Das in § 6 Abs. 1 Nr. 1 TMG für kommerzielle Kommunikation in Telemedien sowie in § 58 Abs. 1 Satz 1 RStV und § 22 Abs. 1 Satz 1 MStV für Werbung in Telemedien vorgesehene Tatbestandsmerkmal der Gegenleistung gilt nur für werbliche Handlungen zugunsten fremder Unternehmen, nicht aber für Eigenwerbung.
Amtlicher Leitsatz, wörtlich übernommen. Amtliche Werke sind nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.
Zitierte Normen
§ 2 Abs 1 Nr 1 UWG§ 3 Abs 1 UWG§ 3 Abs 3 Anhang Nr 11 UWG§ 3 Abs 4 UWG§ 5a Abs 6 UWG§ 8 Abs 1 S 1 UWG§ 8 Abs 3 Nr 2 UWG§ 1 Abs 1 S 1 TMG§ 2 S 1 Nr 1 TMG§ 2 S 1 Nr 5 TMG§ 6 Abs 1 Nr 1 TMG§ 58 Abs 1 S 1 RdFunkVtr§ 22 Abs 1 S 2 MedienDStVtr